Abschiedsbrief Lyrics

Die Firma

Ich sitz an meinem Schreibtisch wie jede Nacht
Und denk darüber nach, ob alles überhaupt noch Sinn macht
Ich mein das Leben und was es uns noch wert ist
Jeder beschwert sich, Zweifel und Frust vermehren sich
Gedanken quälen mich, hunderttausender auf Pflanz im Raum
Hab Angst vor meinem Traum, deshalb schlaf ich kaum

Sind ewig beschäftigt das Leben neu zu gestalten
Doch was wir auch versuchen, es bleibt alles beim Alten
Ich kann mich nicht mehr halten, mir fehlt die Kraft
Habe keine Zukunft, fühl mich wie in lebenslanger Einzelhaft
Sterben für die Wissenschaft, erforsch das Leben nach dem Tod
Die Neugier siegt, auch wenn mir das nichts droht
Ich muss es riskieren, was kann mir schon passieren?

In diesem scheiß Leben hab ich nichts zu verlieren

Mein Entschluss steht fest, ich bin also bereit
Für den alles entscheidenden Schritt in die Unendlichkeit

Ein fremder Ort zum Greifen nah
Bin ich erstmal dort bleibt nichts wie es war
Diese Stimme die immer zu mir spricht
Kein Ausweg in Sicht, doch ich antworte nicht
Ein fremder Ort zum Greifen nah
Bin ich erstmal dort bleibt nichts wie es war
Diese Stimme die immer zu mir spricht
Kein Ausweg in Sicht, doch ich antworte nicht

Kalter Stahl lässt den Schweiß auf meiner Stirn gefrieren
Krämpfe schütteln mich, die mich ein wenig irritieren
Ich fühle wie sich die Feder in die Länge zieht
Welch unerträgliche Spannung, die nicht nur in der Luft liegt
Gerade in diesem Augenblick erblicke ich
Die schönsten Momente in meinem Leben und ich erinner mich
An die Gefühle die mir damals noch fremd waren
Die so plötzlich kamen, dass ich sie viel zu spät wahrnahm

Sie sind so nah dran, die Bilder der Vergangenheit
Es ist so still obwohl in mir jemand nach Hilfe schreit
Ich bin es leid permanent diesen Schmerz zu spüren
Ich wollte Freiheit und steh vor verschlossenen Türen

Ich mag mich gar nicht rühren, denn Bewegung engt mich ein
Regungslos schau ich tief in mein Bewusstes Sein
Es muss sein, ich nehm mein Schicksal selbst in die Hand
Doch meine Absichten sind greifbar wie mein Schatten an der Wand

Ein fremder Ort zum Greifen nah
Bin ich erstmal dort bleibt nichts wie es war
Diese Stimme die immer zu mir spricht
Kein Ausweg in Sicht, doch ich antworte nicht
Ein fremder Ort zum Greifen nah
Bin ich erstmal dort bleibt nichts wie es war
Diese Stimme die immer zu mir spricht
Kein Ausweg in Sicht, doch ich antworte nicht

Ich nehm die letzten Reserven aus meinem Arzneischrank
Mix sie mit Wodka und trinke diesen Heiltrank
Unheilbar krank, meine Selbstdiagnose

Ich ertrag den Alltag nur noch unter Hypnose

Vollkörpernarkose, endlich tritt die Wirkung ein
Es könnte mich umbringen, doch das sollte mir recht sein
Nie mehr wegen Schmerzen schreien, endlich bin ich frei
Nicht jetzt für die Ewigkeit und meine Zeit ist jetzt vorbei
Ich schau mich noch ein letztes Mal in meiner Wohnung um
Der Fernseher steht auf stumm, mein letzter Auftritt ohne Publikum
Klamotten liegen rum, Unordnung wie in meinem Hirn
Doch bei meiner Zukunft braucht mich das nicht stören

Könnt mich doch einer hören und die Entscheidung abnehmen
Ich fühle mich gerade alles andere als bequem
Aber so kann′s gehen, keine Zeit für Selbstmorden
Jetzt räum ich erstmal auf und mach den Rest dann morgen

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