Immer kommst du zur falschen Zeit auf die Welt
Dein erstes Wort ist "ich" und nicht "du"
Dein Vater ist die Liebe, die nur ein Sommer hält
Er hat dir nicht diese goldene Schuh′
Deine Eltern tun sich mit Worten weh
Und treffen immer dich dabei
So sterben die Gefühle wie ein Schmetterling im Schnee
Zu früh geboren, doch stolz und frei

Halbkind, deine Mutter ist die Sonne
Dein Vater ist der Mond, halb Sonne, halb Mond
Halbkind, ganz allein
Halbkindersinn, Halbkind
Halbkind, deine Mutter ist fern und heiß
Dein Vater ist nah und kalt
Selten jemand, der dich liebt und du suchst Halt

Wie der Blick deiner Augen, endlos und weit
So schwebst du zwischen hier und hier und dort
Gleich weit entfernt von Kälte, gleich weit von Zärtlichkeit
Du bleibst nicht hier und du gehst nicht fort

Halbkind, deine Mutter ist die Sonne
Dein Vater ist der Mond, halb Sonne, halb Mond
Halbkind, ganz allein
Halbkindersinn, Halbkind
Halbkind, deine Mutter ist fern und heiß
Dein Vater ist nah und kalt
Niemand, der dich wirklich liebt und du suchst Halt

Halbkind, deine Mutter ist die Sonne
Dein Vater ist der Mond, halb Sonne, halb Mond
Halbkind, ganz allein
Halbkindersinn, Halbkind
Halbkind, deine Mutter ist fern und heiß
Dein Vater ist nah und kalt
Selten jemand, der dich liebt und du suchst Halt

Tabaluga wunderte sich: "Sag mal, warum bist du eigentlich so
Traurig? Du hast doch überhaupt keinen Grund dazu. Wenn man die
Sonne zur Mutter hat und den Mond zum Vater, na dann ist das doch
Toll! Meine Eltern sind nur Drachen und ich weine ja auch nicht."
"Und vergiss nicht, sie hat den Regenbogen zum Freund", hörte Tabaluga
Eine Stimme dicht an seinem Ohr. "Doch auch das macht sie nicht
Fröhlich, weil sie sich selbst nicht liebt. Und wer
Sich selbst nicht liebt, kann auch keinen anderen lieben
Dem bleibt nur die Traurigkeit und er hört auch auf
Keinen anderen. Wenn Halbkind mir zuhören würde."

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