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Am gestrigen Morgen kam ein Reiter geritten
Von Norden her in unsre Ort
Er sprach: "Ihr in Schwarzkolln habt lange gelitten
Viel zu lange, doch hört nun mein Wort
Wie schon eure Väter und auch deren Väter
Habt ihr in seinem Schatten gewohnt
In Furcht euch geduckt vor dem Herrenübeltäter
Und gebetet, dass er euch verschont
Ihr wisst, dass er ist mit dem Teufel im Bunde
Doch selbst der rettet ihn nun nicht mehr
Er wird heute sterben, noch in dieser Stunde
Wir setzen uns endlich zur Wehr"
Ja, ja, dreimal hurra
Der Müller muss endlich ins Grab
Ja, ja, dreimal hurra
Und die Mühle, die reißen wir an
Der Fremde sah unsre entsetzten Gesichter
Er lachte und sprach: "Lauft nicht weg
Ihr habt nichts zu fürchten, ich allein bin sein Richter
Ich brauch euch zu anderem Zweck"
Er wies mit dem Finger und hieß uns zu schauen
"Dort könnt ihr mein Regiment sehn"
Am Ortseingang sah man zwölf ängstliche Frauen
Verschüchtert und arm in Arm stehn
"Auch ich war ein Müllersoldat, weit gereist
Nun folgt mir und seid nicht mehr bang
Habt keine Angst mehr vor den Künsten des Meisters
Was er kann, das kann ich schon lang"
Ja, ja, dreimal hurra
Der Müller muss endlich ins Grab
Ja, ja, dreimal hurra
Und die Mühle, die reißen wir an
So folgten ihm Männer und Frauen und Kinder
Ob sie Bauer war′n, Knecht oder Magd
"Heut stehen wir auf, gehen den Leuten Schinder
Ja, Leute, heut geht's auf die Jagd"
Der seltsame Fremde rief aus vollen Lunnen
"Hey, Müller, los, komm jetzt heraus
Oft bist du dem Tod von der Schippe gesprungen
Doch damit ist es endlich aus"
Da rief der heraus: "Nicht zu dir kommt der Schnitter"
Und er ließ seine zwölf Hunde los
Doch die liefen schwanzwedelnd zu den zwölf Müttern
Am Ende war′n Söhne sie bloß
Ja, ja, dreimal hurra
Der Müller muss endlich ins Grab
Ja, ja, dreimal hurra
Und die Mühle, die reißen wir an
Der Fremde rief spottend: "Hast du's nicht vernommen?
Ein Feigling wirst du doch nicht sein
Heut rechnen wir ab und willst du nicht rauskommen
So muss ich wohl zu dir hinein"
Kaum sprach er's aus, da war er auch schon drinnen
Und lange Zeit schien zu vergehn
Ein grollender Lärm, jemand schrie wie von Sinnen
Und das Mühlenrad blieb plötzlich stehn
Der Mann trat heraus, des Meisters Bezwinger
Der Teufel hol die schwarze Seele
Weiße Asche, die rieselte zwischen den Fingern
Hervor, sah aus wie feinstes Mehl
"Nun ist es vollbracht, ja, ich konnt ihn besiegen
Doch die Rache, die schmeckt mir so schad"
Sprach er und auf einmal sah man Burschen liegen
Wo die Hunde war′n, zwölf an der Zahl
"Ihr Brüder, was kann es noch Schöneres geben
Als euch zu seh′n und ihr seid frei
Ich schenk euch Vergessen und ein neues Leben
Mit dem Zaubern ist es nun vorbei
Auf finstere Mächte müsst ihr nun verzichten
Genug davon gibt's ohnehin
Wir wollen gemeinsam die Mühle vernichten
Und es wird unserJa, ja, dreimal hurra
Wir bringen nun alles ins Lot
Ja, ja, dreimal hurra
Der teuflische Müller ist tot
Der Fremde wies uns an, das Moor zu entwässern
Der Sumpf wurde urbares Land
Und murmelte er vor sich hin, ging uns besser
Die Arbeit schon bald von der Hand
Das Mühlrad verbrannt, das Haus abgetragen
Den Mühlenteich ließen wir an
Bald zeugte nichts mehr von den Schreckenstagen
Davon, dass es den Müller je gab
Der Fremde, er rief in den Augen ein Funken
Dies Land soll allein eures sein
Dann ritt er davon und verschwand schon im Dunkeln
Man hörte ihn singen allein
Ja, ja, dreimal hurra
Wir bringen nun alles ins Lot
Ja, ja, dreimal hurra
Der teuflische Müller ist tot
Dann ritt er davon und verschwand schon im Dunkeln
Und wir stimmten alle mit ein
Ja, ja, dreimal hurra
Wir bringen nun alles ins Lot
Ja, ja, dreimal hurra
Der teuflische Müller ist tot
Ja, ja, dreimal hurra
Der teuflische Müller ist tot
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Writer(s): Matthias Ambre, Alexander Frank Spreng Lyrics powered by www.musixmatch.com
