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Der Stemmerking vom Semmering
Ein Wanderer müd vom Wandern hing
Am Berge fest, dem Semmering
Und weil vor ihm ein Gasthof lag
Betrat er diesen mit "Grüß Tag"
"Grüß Tag gibt′s nicht, grüß Gott gibt's wohl
Und weiters gäb′s heut' Blumenkohl"
Bemerkt der Wirt mit Zungenschlag
Was wohl am Wein dem Jungen lag
Von dem bei jedem Gang zu Gaste
Er selbst sich einen Schluck verpasste
Ja, beim Schenken an den Schanken
Kommen meistens die ins Wanken
Die berufsbedingt erkranken
An der Leber und so weiter
Das war'n des Wandersmanns Gedanken
Doch im Grunde nahm er′s heiter
Ob nun "Grüß Tag" oder "Grüß Gott"
Der Wanderer meint, er würde notgedrungen
Schnell ein Helles brauchen
Weil gurgeln ihm die Füße rauchen
"Sehr wohl, der Herr", der Wirt legt Lippe
Und führt die Hand zur Hopfen-Ippe
Doch der Zapfhahn spuckt und faucht
Was heißt, das Bier ist aufgebraucht
Der Wirt schreit: "Leute, lasst euch sagen
Ein neues Fass wird angeschlagen"
Und verschwindet in der Enge
Tiefer steiler Kellergänge
Von unten hört man ein Rumoren
Als würde neu es grad vergoren
Das begehrte kühle Nass
Das zu ordern man vergaß
Dann ein lautes "So ein Schas!"
Der Schankmann findet außer Asseln
Nur noch leere Gerstenfasseln
Und die nächste Hopfenwelle
Kommt zum Berg nicht auf die Schnelle
Sie rollt als Krone aller Sorgen
Ein erst wenn, dann übermorgen
Daran ändert auch nicht viel
Das kellerdumpfe Wirtgebrüll
Drum, Wanderer, gehst du auf die Balz
Nimm Hopfen mit, gemengt mit Malz
Am besten steck in deinen Rock
Links, rechts je einen Weihnachtspock
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Writer(s): Thomas Spitzer Lyrics powered by www.musixmatch.com
