Ich war sieben Jahr im geheiligten Land
Mein Schwert gefürchtet, mein Banner bekannt
Ein Kreuzritter in Jesu Christi Namen
Verpflichtet der Minne an fürstlichen Damen
Ich vergoß das Blut von zweihundert Mohren
Vergewaltigte Weiber, schnitt ab viele Ohren
Erlebte manch Schönes und auch so manch Schweres
Auf dem Kreuzzug des abendländischen Heeres

Und ich dacht die ganze Zeit
An dein rotes Schamhaaradelheid
Ja ich dacht die ganze Zeit
An dein rotes Schamhaaradelheid

Rot wie Blut in der sinkenden Sonn
Zwischen Jerusalem und Hebron

Rot wie Muskat und der Himmel bei Nacht
Wenn Feuer erhellten die stürmische Schlacht
Rot wie der Mantel der Jungfrau Maria
Rot wie wundgescheuerte Knie
Nach dem Gebet von zwölf Paternostern
Rot wie die Lippen der Mönche zu Ostern
Rot wie mein Arsch auf dem Ritt durch die Wüste
Als die Rüstung mich scheuerte an fremder Küste

Rot wie der Zimt und die Zitzen der Geissen
Zwischen den Schenkeln, den lilienweißen

Ja ich dacht die ganze Zeit
An dein rotes Schamhaaradelheid
Ja ich dacht die ganze Zeit
An dein rotes Schamhaaradelheid

Nun kehrte ich heim, mein Herz war zu müd
Mein Speer ist gebrochen, mein Mut ist verglüht
Mein Schwert liegt zerschmettert im heiligen Land
Und nichts als Elend und Kummer ich fand
So manch Sarazene stach wild auf mich ein
Doch nichts schmerzt so sehr wie die schreckliche Pein
Als den blonden Schopf des Knappen ich sah
Vermischt mit deinem rotgoldenen Haar

Und ich dacht die ganze Zeit
An dein rotes Schamhaaradelheid
Ja ich dacht die ganze Zeit
An dein rotes Schamhaaradelheid

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