Wenn′s dem Esel zu gut geht
Dann trabt er aufs Eis
Um zu tanzen, wie jeder weiß
Und er wiehert und trampelt
Und dreht sich im Kreis
Sucht Applaus um jeden Preis
Und er dreht Pirouetten
Weiß sich kaum zu retten
Glaubt richtig wichtig zu sein
Wenn's dem Esel zu gut geht
Dann trabt er aufs Eis
Ja und dann, dann bricht er ein
Und wenn′s uns mal zu gut geht
Komm'n wir aus dem Gleis
Und wir fragen nicht: "Wer wird verletzt?"
Wir sind der Ein-Mann-Verein
Stell'n uns selber ein Bein
Ja und dann brechen wir ein
Und sind wir zu zwein
Dann seh′n wir nicht ein
Dass dies ist der Göttergeschenk
Wir nehmen es hin
Mit verschleiertem Sinn
Und schon schlagen wir der Länge nach hin
Wenn′s dem Esel zu gut geht
Dann trabt er aufs Eis
Um zu tanzen, wie jeder weiß
Und er wiehert und trampelt
Und dreht sich im Kreis
Sucht Applaus um jeden Preis
Und er dreht Pirouetten
Weiß sich kaum zu retten
Glaubt richtig wichtig zu sein
Ja, wenn's dem Esel zu gut geht
Dann trabt er aufs Eis
Ja und dann, dann bricht er ein
Doch sind wir allein
Dann möchten wir schrei′n
Die Einsamkeit, sie weckt mich ein
Und wir simulier'n
Bis wir gefrier′n
Gefrier'n bis ins Gebein
Manche Herzen sind feist
Der Kopf ohne Geist
Doch wir glauben, das Glück stünd uns zu
Doch nach einem Schlag
′Nem Schlag ins Genick
Ziehn wir uns beleidigt zurück
Ja, wenn's dem Esel zu gut geht
Dann trabt er aufs Eis
Um zu tanzen, wie jeder weiß
Und er kichert und ziert sich
Posiert und geniert sich
Bläht sich auf vor Eitelkeit
Und er ließe sich morden
Für Ehren und Orden
Ist leider vom Menschen nicht weit
Ja, wem's immer zu gut geht
Stellt sich selber ein Bein
Na und dann, dann bricht er ein
Writer(s): Hildegard Knef, Kai Rautenberg Lyrics powered by www.musixmatch.com
